Boxkamera Record Box 6×9

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Boxkameras waren ab dem 1930er Jahen sehr einfache „Volkskameras“ und sehr bald den damals hochmodernen Rollfilm. Nicht jede Box verwendet noch heute erhältliche Rollfilmformate. Diese Kamera liefert acht Aufnahmen mit einem Negativformat von 6×9 cm.

Mit einem Periscop-Objektiv, zwei Blenden, einer Belichtungszeit, Bulbmodus, einer Portraitlinse, dem Sichtfenster zum ablesen der Bildnummer, zwei Brillantsuchern, Stativanschluss und einem Anschluss für einen Drahtauslöser gehört diese Boxkamera schon zu einem etwas besser ausgestattetem Modell. Die Boxkameras verwendeten sehr einfache und vor allem günstige Objektive. Vom einlinsigen Meniskus, dem zweilinsiges Periscop oder seltener einen Achromat verwendet diese Record Box ein Periscop 1:11 von Rodenstock.

Wie bei anderen Boxkameras auch, gibt es keine Möglichkeit der Fokussierung. Der Fixfokus ist für 3+ Meter gedacht. Für Gegenstände im Bereich von 1,5 bis 2,0 Meter ist eine Portraitlinse mit einem Hebel einschiebbar.

Die Boxkamera besitzt lediglich zwei verschiedene Blenden. Diese werden über einen Blendenschieber entsprechend eingestellt. Dabei handelt es sich um einfache Lockblenden. Da die Kamera über keine richtige Fokussierung verfügt, wird über die Wahl der Blende auch die Schärfentiefe entsprechend beeinflusst.

Der Verschluss ist selbstspannend und verfügt über nur eine einzige nicht definierte Verschlusszeit, welche im Bereich von etwa 1/25 – 1/50 liegen dürfte. Darüberhinaus ermöglicht der Bulbmodus auch längere Belichtungszeiten. Als Sucher verfügt die Kamera über jeweils einen Brillantsucher fürs Hoch- und Querformat. Der Filmtransport erfolgt über einen Transporthebel. Die entsprechende Bildnummer kann auf der Rückseite durch das Bildfenster abgelesen werden.

Wird der Transportknopf herausgezogen, lässt sich das blecherne schwarze Innenleben der Kamera auf der Rückseite über eine einfache Klappe komplett entnehmen. Der Rollfilm kann dann eingelegt oder entnommen werden. Die Boxkamera verfügt über keine Andrückplatte.

„große Blendenöffnung“ und Portraitlinse
„kleine Blendenöffnung“ und Portraitlinse
Detailaufnahme vom vorherigen Bild aus der oberen Bildecke.

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