Das Zeiss Pancolar gilt als einer der besten Objektive seiner Zeit und ist der Nachfolger vom ursprünglichen Flexon. Allerdings gibt es auch hier nicht „das“ Pancolar, sondern unterschiedliche Varianten. Diese unterscheiden sich in unterschiedlichen Bajonettanschlüssen, Rechnungen oder auch der Verwendung von radioaktiven Thoriumglas. Die späten schwarzen Modelle haben im Gegensatz zu den „Zebras“ auch eine MC „multicoating“ Vergütung.

Hier zu sehen als sechslinsiges Pancolar „Zebra“ 50mm f1.8 Electric ohne radioaktives Thoriumglas und der Rechnung von 1967. Es besitzt eine Nahgrenze von 35cm und 6 Blendenlamellen. Unterscheidbar ist dieses zum radioaktiven Vorgänger aufgrund der etwas höheren Bauhöhe und Seriennummer überhalb von 8552600.

Während sich frühen Mathematiker und „Rechenknechte“ monatelang mit Berechnungen der Objektive sich mit mechanischen Rechenmaschinen vom Typ Mercedes Euklid abmühten, stammt das Pancolar bereits aus der Zeit der damaligen Supercomputer um die einzelnen Linsen entsprechend zu berechnen.

So dürfte das Pancolar bereits mit dem Nachfolger des relaisbasierten OPREMA Optikrechenmaschine, dem ZRA1 Zeiss-Rechen-Automat 1, berechnet worden sein.




Die Testfotos für Bokeh und Fokus sind alle offenblendig aufgenommen mit f1.8. Die Schärfentiefe ist entsprechend messerscharf, welche mit abblenden vom Objektiv selbstverständlich größer wird und das Bokeh entsprechend der Blende verändert.



Hallo!
Sehr interessant, Ihre Zusammenstellung. Frage: Irgendwo habe ich mal eine Tabelle im Internet gefunden, die anhand der Seriennummern ausweist, welche Exemplare mit Thorium, und beigemengtem Lanthan gefertigt wurden.
Mein Pancolar (Zebra-Fassung) hat die Seriennummer 9172460.
Viele Grüße
Karlheinz Wedl