Der Fotopapier-Code

Ob das Fotopapier nun „etwas“ überlagert ist oder nicht. Was sagen die weiteren Kennzeichnungen auf der Verpackung aus? Echtes lichtempfindliches Fotopapier, also nicht das Spezialpapier für Ausdrucke aus dem Tintenstrahl- und Laserdrucker, ist entweder als Multigradepapier oder als Fotopapier mit fester Gradation erhältlich oder noch vorhanden. Papiere mit fester Gradation werden mit weißem Licht belichtet. Multigradepapiere reagieren auf farbiges Licht mit unterschiedlicher Gradation. Deshalb wird das Licht durch Folienfilter oder einem Multigrade Modul entsprechend angepasst. Die Wahl hängt vom Negativ ab. Dies soll aber ein separates Thema mit konkreten Beispielen aus der Dunkelkammer werden.

Im Bild ist das Fotopapier BkN-112 abgebildet. Das Bromesko von Kodak in normaler Gradation, kartonstark, weiss und halbmatt

Bk – Produktbezeichnung

Die ersten Buchstaben sind meist typische Produktbezeichnungen eines Herstellers wie hier „B“ für das „Bromesko“ von Kodak.

N – Gradation

Die weiteren Buchstabenfolgen stehen für die Gradation des Fotopapiers wie EW-extraweich, W-weich, S-Spezial, N-normal, h-hart und EH-extrahart. Dies wurde später durch die Zahlen von 1 bis 6 ersetzt.

112 – Papiereigenschaften

Die weitere Zahlenfolge bezeichnet Stärke, Farbe und Oberfläche des Papiers. Bei dreistelligen Ziffern steht die erste Zahl für die Papierdicke 1=kartonstark. Die zweite Ziffer für die Papierfarbe von 1=weiß 2=chamois 3=elfenbein. Die dritte Ziffer gibt den Glanzgrad beginnend mit 1=glänzend 2=halbmatt 3=matt bis 4=Edelmatt an. Bei Papieren mit einer oder zwei Stellen wurde die erste Ziffer einfach weggelassen, diese sind „nur“ papierstark.

Ob das Fotopapier von Voigtländer mit dem MDH von Juni 1953 allerdings noch haltbar ist, wird ein weiterer Test zeigen…

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