MS „Arkona“ – Staatssicherheit ahoi!

Ein weiterer Beitrag unter „Lost Films“. 1980 läuft die MS „Arkona“ noch als „Astor“ unter westdeutscher Flagge vom Stapel. Der Kreuzer wird zum Drehort vom „Traumschiff“ in der gleichnamigen ZDF-TV-Serie. Über Dreiecksgeschäfte kommt der Kreuzer über Südafrika für eine Summe um 165 Millionen Mark in den Besitz der DDR. Nicht der erste staatliche Traumkreuzer, den die „Völkerfreundschaft“ brachte noch bis 1984 Bürger der ehemaligen DDR an ferne Ziele. Ein Stück Fernweh und Freiheit bot das Kreuzfahrtschiff im wahrsten Sinne des Wortes und neben fernen Zielen auch eine recht luxuriöse Ausstattung. Dieses Fernweh nutzen manche Bürger und Crewmitglieder auch zur Flucht. Die Reisenden wurden daher schon im Vorfeld entsprechend beleuchtet und das Schiff war nicht frei von „staatlicher Aufsicht und Kontrolle“.

Die „Arkona“ sollte aber auch ein notwendiger Devisenbringer sein. So wurde diese außerhalb der Saison „200 Tage für die Werktätigen unterwegs“ auch an kapitalistische Reisebüros von Westdeutschland verchartert. Das Schiff mit wechselhafter Geschichte schipperte nach der Wende noch unter anderen Namen wie „Astoria“ oder „Saga Pearl II“ über die Weltmeere. Während das Schwesterschiff 2021 in einem türkischen Abwrackhafen verschrottet wurde, soll „Arkona“ derzeit in eine private Jacht umgebaut werden. Denn als kleineres Kreuzfahrtschiff kann dieses auch kleinere Häfen anlegen.

Auf diesen Lost Film sind daher erkennbare Personen entsprechend verfremdend…

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