Nikon F – Hockey Puck

Bei der Nikon „F“ handelt es sich um eine professionelle und klassische Spiegelreflexkamera die in vielen Bereichen Maßstäbe setzte. Die Kamera wurde im Zeitraum von 1959 bis 1972 mit leichten Modifikationen gebaut, um dann von der „F2“ und weiteren Modelle der Reihe abgelöst zu werden. Eine Nikon F „1“ hat es nie gegeben, nur schlicht „F“. Aufgrund ihrer robusten und schweren Bauweise bekam die Kamera unter anderem auch den Spitznamen „Hockey Puck“.

Durch die Kombination von robuster Bauweise gepaart mit Zuverlässigkeit eroberte die „F“ schnell den Profimarkt und machte damit die japanische Marke Nikon weltweit bekannt.
So war die „F“ sicher nicht die Einzige, aber auf jedem Fall in der Hand von vielen Berufsfotografen, Reportern und des einen oder anderen Kriegsberichterstatters. Dabei handelte es sich um die erste gebaute SLR von Nikon, beruhte aber in weiten Teilen auf deren Meßsucherkamera Nikon SP. Manche Bauteile sind identisch.

Für die „F“ ist ein breites Zubehörangebot erhältlich, was die Kamera dadurch entsprechend flexibel und vor allem anpassbar macht. So sind 12 unterschiedliche Mattscheiben, verschiedene Sucher bis hin zum Motor F-36 oder gar F-250 erhältlich. Aber es existiert auch kleineres Zubehör, wie beispielsweise den Softauslöser AR-1.

Manchmal verwirrt die Bezeichnung, aber so handelt es sich bei einer Nikon F „Eyelevel“ und einer Nikon F „Photomic“ um die gleiche Kamera, aber mit anderem Sucher. Die hier gezeigte „F“ ist somit eine Nikon F Photomic FTn.

  • DW-1 Waist-Level-Finder
  • Eyelevel Prismensucher ohne Belichtungsmessung
  • Photomic T ohne TTL „Through the Lens“
  • Photomic TN mit TTL Messung
  • Photomic FTn mit TTL Messung

Dar gezeigte Body „F“ in Chrome mit der Seriennummer 728xxxx wurde zwischen Oktober 1971 und Februar 1972 hergestellt. Bei dem Objektiv handelt es sich um ein unadaptiertes „Berg- und Tal“ Nikkor 50mm f2. Das Objektiv ist nicht überragend lichtstark, dafür kompakt und besitzt einen sehr guten Ruf, was die Abbildungsqualität betrifft.

Der eigentliche Pluspunkt beim neuen System von Nikon bildete das von Beginn an große Angebot an Objektiven aller Brennweiten. Auch sind hier die beschränkten Möglichkeiten der Darstellung im Sucher einer Messsucherkamera einfach überlegen. Bei der Nikon „F“ handelt es sich allerdings noch um eine Kamera aus der „Pre-Ai(s)-Ära“. Das heißt, die Kamera benötigt zur Blendenübertragung eine entsprechende Blendengabel umgangssprachlich auch als Nikon-„Hasenohren“ bezeichnet. Auch die späteren Ai(s) Objektive haben diese Hasenohren und sind an einer wesentlich älteren „F“ verwendbar. Viele der „Pre-Ai-Objektive“ wurden an das neuere System adaptiert. Diese besitzen dann ebenso die zur Einspiegelung gedachte doppelte Blendenskala, aber noch das typische „Berg und Tal“- Design. Der Blendengabel fehlen noch die beiden Löcher der AiS.

Weitere Testfotos finden Sie unter https://flic.kr/s/aHBqjzyvNr

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